Training

Trainingskonzept - Ausbildung mit System

Mein Ausbildungssystem ist sehr klar strukturiert. Wie bei der Reitausbildung muss zunächst eine solide Basis gelegt werden. Die einzelnen Übungen bauen dann aufeinander auf. Wichtig ist mir, dass die Schritte für jeden nachvollziehbar sind und auch alleine trainiert werden können.

Das Fundament bildet das „Führtraining“. Hier geht es zunächst darum, die Grundlagen der Hilfengebung, wie Körpersprache, den Einsatz von Seil bzw. Gerte und verbale Signale, zu erlernen. Trainiert werden präzises Führen, selbstverständlich von beiden Seiten, mit punktgenauen Übergängen und eine kontinuierliche Verfeinerung der Hilfengebung. Das Pferd lernt sich im Tempo immer dem Menschen anzupassen, mit ihm punktgenau anzuhalten, flüssig rückwärts zu gehen und vieles mehr.

Anschließend können unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden. Je nach Interesse können gymnastizierende Elemente wie seitliches Verschieben oder Seitwärtsfolgen, Führtraining im Trab und im Galopp oder aber die Arbeit in verschiedenen Führpositionen und am langen Seil eingeübt werden.






Mein Bodenarbeitstraining ist so konzipiert, dass es auch die Grundsteine für Geschicklichkeits- und Gelassenheitstraining sowie für weiterführende Ausbildungsformen wie die Freiarbeit im Pound Pen und die seillose Bodenarbeit legt.




Bodenarbeit ist unglaublich vielfältig und bietet eine bunte Palette an Trainingsinhalten, die auch auf die jeweilige Reitausbildung abgestimmt werden können.


Selbstverständlich ist der Trainingsweg nicht für alle gleich. Mir ist es sehr wichtig, gezielt auf die jeweiligen Wünsche und Problemlagen einzugehen. In meinem Unterricht erläutere ich deswegen genau, wie die einzelnen Übungen Ihrem Pferd beigebracht werden können, welche Korrekturen wann und wie durchgeführt werden sollten, und ganz wichtig, wann gelobt und wann die Trainingseinheit sinnvoll beendet werden sollte.

Wie beim Reiten bestimmen letztlich die Vorkenntnisse und das Wesen von Pferd und Mensch den genauen Trainingsverlauf. Darum zeichnet sich mein Unterricht durch ein hohes Maß an Individualität aus. Sie erhalten von mir ein individuelles Trainingskonzept!


Ausbildungsmethode und Ausrüstung

Es existieren verschiedene Trainingsmethoden, die sich in Ausrüstung und Hilfengebung unterscheiden. Allen gemein ist das Ziel einer feinen Kommunikation mit dem Pferd am Boden.

Grundregeln für alle sind:
• Ruhe, Geduld, Fairness, Konsequenz, innere Gelassenheit, selbstsicheres Auftreten
• klare Körpersprache und klare taktile Signale
• die schrittweise Reduktion der Hilfengebung
• Trainingsaufbau: Step by step und
• richtiges Timing für Lob und Korrektur.

Die Wahl der Trainingsmethode ist stark abhängig von der jeweiligen Zielsetzung. Soll Bodenarbeit beispielsweise nur vor oder nach dem Reiten durchgeführt werden, kann das Führen auf Trense aus praktischen Gründen sinnvoll sein. Allerdings kann mit der Trense lediglich geführt werden. Für die Arbeit aus größerer Distanz müsste das Pferd erst anders gezäumt werden.

Ich empfehle Knotenhalfter und Bodenarbeitsseil. Mit dem Knotenhalfter ist eine sehr feine und präzise Einwirkung, die sich mit höherem Ausbildungsniveau immer mehr reduzieren lässt, möglich. Die Pferde lernen auf minimale Impulse zu reagieren - bis hin zur Freiarbeit. Das Bodenarbeitsseil kann mit einer Länge von ca. 3,5m ganz unterschiedlich in der Hilfengebung eingesetzt werden und ermöglicht zudem einen fließenden Übergang zwischen verschiedenen Führpositionen und zur Arbeit am langen Seil. Meiner Erfahrung nach sind mit Knotenhalfter und Bodenarbeitsseil die Einsatzmöglichkeiten am vielfältigsten.

Besonders wichtig ist der korrekte Sitz des Knotenhalfters. Es darf keinesfalls zu tief über dem Nasenbein sitzen. Richtwert sind ca. zwei Fingerbreit unter dem Jochbein.


perfekter Sitz
eines Knotenhalfters

Da leider die Qualitätsunterschiede bei Knotenhalftern und Bodenarbeitsseilen sehr groß sind und damit die Eignung nicht immer gewährleistet ist, empfehle ich eine seriöse fachkundige Beratung. Abzuraten ist beispielsweise auch von Knotenhalftern, deren Nasenstück extrem verstärkt ist.